1993 – Interferon-beta1b für die MS-Therapie zugelassen

Die Multiple Sklerose ist eine schwere neurologische Autoimmunkrankheit, die oft schubförmig auftritt und sich sukzessive verschlimmert. Bis 1993 gab es kein Medikament, das das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen sowie die Frequenz und den Schweregrad der Krankheitsschübe vermindern konnte. Das änderte sich, als die amerikanische Zulassungsbehörde FDA am 23. Juli 1993 das von der Berliner Schering AG entwickelte Betaseron zuließ. Gut zwei Jahre später erfolgte die europäische Zulassung. Betaseron war das erste von mehreren Interferon-beta-Präparaten, die bis heute die Medikamente der ersten Wahl zur Basistherapie der schubförmigen MS sind. Ohne Gentechnik wäre es nicht möglich, Interferone in ausreichenden Mengen herzustellen.