9. 1996 – Erstmaliger Anbau von insektenresistentem Mais in den USA

Der Maiszünsler ist ein Schädling, der erhebliche Ausfälle bei der Maisernte verursacht. Allein in den USA beziffern sich diese auf mindestens eine Milliarde Dollar jährlich. Gentechnisch veränderte Maispflanzen können sich jedoch gegen den Maiszünsler wehren. Denn ihnen wurde ein Gen des Bodenbakteriums bacillus thuringiensis (Bt) eingeführt, das ein für den Maiszünsler giftiges Protein produziert. Frisst ein Schädling an dem Mais, nimmt er das nur für ihn giftige Eiweiß auf und stirbt. Der von Monsanto, das heute zu Bayer gehört, entwickelte Bt-Mais MON810 kam in den USA 1996 erstmals auf den Markt. Zwei Jahre später ließ auch die Europäische Union MON810 zu. Deutschland setzte diese Zulassung 2009 wieder aus. In Europa wird MON810 heute nur noch in Spanien auf einer relativ geringen Fläche von etwa 130.000 ha angebaut. Während in Europa praktisch keine transgenen Pflanzen angebaut werden, ist deren Anbaufläche im Rest der Welt seit 1996 auf rund 190 Millionen Hektar angestiegen, wovon knapp 30 Prozent auf Mais entfallen.